Trotz Regenwetter: Zufriedenstellende Bilanz bei ostbelgischen Tourismusanbietern

Veröffentlicht am 05.01.2018

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Die Ferienregion Ostbelgien war während der Weihnachtsferien 2017-2018 ein beliebtes Urlaubsziel vor allem für Gäste aus dem Inland. Laut einer Online-Umfrage der Tourismusagentur Ostbelgien waren die Betreiber der Unterkunftsbetriebe mit der Auslastung zufrieden.

Gemütliches Beisammensein in der Familie – das gehört bei einer Ferienwohnung einfach dazu. (Foto: ostbelgien.eu/D.Ketz)

Im Bereich Hotels und Gästezimmer (Bed & Breakfast) lag die Belegungsquote der TAO-Umfrage zufolge in diesem Jahr bei fast 70%. Insgesamt 77% (2016: 71%) der teilnehmenden Hotel- und Gästezimmerbetriebe in Ostbelgien bewerteten die Buchungen mit „Besser oder identisch“ im Vergleich zum Vorjahr. Das Angebot im neuen Hotel-Restaurant „International“ in Büllingen war komplett ausgebucht. „Die Nachfrage nach Zimmern während der Weihnachtsferien war hoch, doch konnten wir glücklicherweise alle Anfragewünsche erfüllen“, sagte die Betreiberin Dorine Simons.

Belgier lieben Essen

„Die Leute kommen über Weihnachten vor allem wegen der Natur – Wandern steht an erster Stelle. Für die belgischen Gäste gehört ein gutes Essen nach der Aktivität einfach dazu. Für die niederländischen Gäste ist das Essen weniger wichtig“, erklärte die Inhaberin. Traditionell bilden vor allem Besucher aus Flandern in Ostbelgien die Hauptkundschaft. Daran hat sich laut der Umfrage nichts geändert, denn die Flamen kommen gerne zurück. Die meisten Hotelgäste buchten einen Kurzurlaub zwischen 1-4 Tagen. Hoch im Kurs standen die Betriebe mit Wellness- und Sportmöglichkeiten.

Mit einer Auslastung von fast 95% schnitten die Ferienwohnungen in Ostbelgien während der Jahreswende ebenfalls stark ab und erreichten damit ein ähnlich hohes Ergebnis wie im Vorjahr. Viele Ferienwohnungen waren bereits lange im Voraus reserviert. „Unsere Ferienwohnung war in diesem Jahr zu 100% ausgebucht. Die Gäste wissen vor allem die Wanderangebote zu schätzen“, sagte Karl-Heinz Haep, der in Merlscheid bei Manderfeld das Ferienhaus Haep-Eifelblick betreibt. „Auch die Wochenenden im Januar sind sehr gefragt, die Gäste wünschen sich natürlich den Schnee“, sagte er.

Die Buchungen erfolgten hauptsächlich über den direkten Kontakt zum Anbieter sowie über spezialisierte Fewo-Onlineportale. Die weltweiten Marktführer im Bereich Online-Buchungen Airbnb und Booking.com spielten laut der TAO-Umfrage bei den ostbelgischen Anbietern eher eine untergeordnete Rolle. Die Gäste blieben in diesem Segment meistens über einen längeren Zeitraum von mehr als 5 Tagen. Auch im Fewo-Bereich sind die Ansprüche der Besucher gestiegen – bei vielen Anbietern gehören Wellness- und Spa-Angebote dazu.

Jugendherbergen sehr gefragt

Während fast alle Campingplätze im Winter nicht öffneten, so waren die Angebote in den Jugendherbergen der Region über Weihnachten und Neujahr sehr gefragt. In Eupen (50% Auslastung), St.Vith (30%) und in Ovifat / Hohes Venn (70%) zeigten sich die Betreiber zufrieden und sprachen von besseren Belegungszahlen als im Vorjahr. Dieser Bereich lebt von kurzfristigen Buchungen, wie zum Beispiel während der kurzen Schneeperiode Ende Dezember.

Wenn das Wetter wie in diesem Jahr kalt und regnerisch ist, profitieren vor allem die Indoor-Ausflugsziele in der Region. Für die meisten Gäste stand in diesem Jahr ein Besuch im Naturparkzentrum Botrange (mit Weihnachtsmarkt – 3.332 Besucher), in der Burg Reinhardstein (2.416 Besucher) und im Grüfflinger Fun & Actioncenter (+- 2.000 Besucher) auf dem Programm. Auch das Töpfereimuseum Raeren (104 Besucher) und das Malmundarium (417 Besucher) waren zufrieden mit der Resonanz.

Hoher Informationsbedarf

Logisch, dass bei diesem Wetter auch bei den Tourist-Dienststellen in den Gemeinden hoher Informationsbedarf herrschte. „Viele Gäste erkundigen sich nach den Indoor-Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in der Region. Manche haben auf den Schnee gehofft und die Hartgesottenen unternehmen eine Wanderung im Regen. Insgesamt herrschte hohes Interesse“, sagte Linda Margrève vom „Haus des Tourismus Hohes Venn – Ostbelgien“ in Malmedy. Dort wurden bis kurz vor Ferienende 2.837 Besucher registriert. Auch in den Tourist-Infostellen von Eupen (750 Besucher), Robertville (88), Bütgenbach (285) und St.Vith (350) herrschte hoher Informationsbedarf.

Zusammenfassend wird festgestellt, dass die Ferienregion Ostbelgien vor allem im Inland und besonders in Flandern ihrem Image als naturnahes Urlaubsziel mit hervorragenden Freizeitmöglichkeiten und hochstehender Gastronomie gerecht wird. Selbst bei schlechtem Wetter und unsicheren Schneeverhältnissen steht für viele Erholungssuchende während der Wintersaison ein Kurzurlaub oder ein Ferienaufenthalt in Ostbelgien fest auf dem Programm. Von den guten Besucherzahlen profitierten auch die Anbieter im Bereich Ausflugsziele und Indoor-Aktivitäten.

> Weitere Infos zum Tourismusangebot in Ostbelgien unter www.ostbelgien.eu

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Infos zur Umfrage: Die Online-Umfrage wurde unter den 163 Partnerbetrieben der Tourismusagentur Ostbelgien durchgeführt. Der Befragungszeitraum betrifft die Periode vom 23. Dezember 2017 bis zum 03. Januar 2018. Die Ergebnisse sind rechtlich nicht bindend und beziehen sich ausschließlich auf die ostbelgischen Betriebe und Einrichtungen, die an der Befragung teilgenommen haben. 

"Für die belgischen Gäste gehört ein gutes Essen nach der Aktivität einfach dazu. Für die niederländischen Gäste ist das Essen weniger wichtig“

Dorine Simons, Hotel International Büllingen
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jw/cm/id
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